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Richtwerte: 1 Person 1800 kWh - 2 Personen 2500 kWh

Was ist Ökostrom?

Ökostrom" bezeichnet Strom aus Quellen, die keine, bzw. geringere, Auswirkungen auf die Umwelt haben. Natürlich wird jede Art der Stromerzeugung Auswirkungen haben, aber einige Quellen sind viel umweltfreundlicher als andere. ​Die saubersten Energiequellen sind diejenigen, die die natürlichen Energieflüsse der Erde nutzen. Diese werden in der Regel als erneuerbare Energiequellen bezeichnet.

Windkraft

Der Wind, der in Deutschland weht, kann durch den Einsatz von Turbinen zur Stromversorgung genutzt werden. Windturbinen an geeigneten Standorten liefern bereits einen kleinen, aber wachsenden Anteil am deutschen Strom und werden auch weltweit erfolgreich eingesetzt. Tatsächlich ist die Windkraft eine der am schnellsten wachsenden Energiequellen der Welt! Die Windturbinentechnologie hat sich in den letzten zehn Jahren stark verbessert und die Windturbinen leiser und effizienter gemacht, so dass der aus dem Wind erzeugte Strom heute oft mit traditionellen Kohle- und Kernkraftwerken konkurrieren kann. Auch auf See wird begonnen, Windkraftanlagen zu bauen - in Zukunft könnte ein Großteil unseres Stroms aus diesen Anlagen kommen.

Solarenergie

Viele Menschen glauben, dass in Deutschland nicht viel Sonnenenergie vorhanden ist. Tatsächlich wird Solarenergie bereits verwendet, um wichtige Energien bereitzustellen, die sowohl in abgelegenen als auch in städtischen Gebieten im ganzen Land verwendet werden. Ein Solar-Photovoltaik (PV)-Modul wandelt Sonnenlicht mittels Halbleitertechnologie direkt in Strom um (auch an bewölkten Tagen). Die überwiegende Mehrheit der heute verfügbaren Solarmodule verwendet als Halbleitermaterial "Altsilizium" aus der Computerchipindustrie. Diese Module können in Gebäude integriert und sogar zu Dachziegeln verarbeitet werden, die von normalen Ziegeln kaum zu unterscheiden sind. Die Solarenergie kann auch zur direkten Warmwasserbereitung mit speziell entwickelten Kollektoren genutzt werden. Auch im Winter kann eine bestimmte Menge an Warmwasser aus Dachkollektoren erzeugt werden. Eine dritte Möglichkeit, die Solarenergie zu nutzen, besteht einfach darin, Gebäude so zu gestalten, dass die Sonne optimal genutzt wird. Mit diesem so genannten "passiven solaren" Ansatz kann ein Großteil der Energie, die wir derzeit für Heizung, Beleuchtung und Klimatisierung nutzen, eingespart werden.

Wasserkraft

Wasserturbinen werden seit über 100 Jahren zur Stromversorgung eingesetzt und liefern derzeit über 1% des deutschen Stroms. Obwohl die meisten der möglichen Standorte für große Wasserkraftwerke in Deutschland bereits erschlossen sind, gibt es ein großes Potenzial für neue Projekte. Diese könnten entweder einen kleinen Damm verwenden oder als "Flusslauf"-System arbeiten, was nur minimale Auswirkungen auf die lokale Umwelt hat.

Wellenkraft

Deutschland ist mit der Ostsee gesegnet. Im Laufe der Jahre wurden viele verschiedene Geräte entwickelt, um einen Teil dieser riesigen Energiequelle zu erfassen. Mit der richtigen Unterstützung könnte die Wellenkraft in Zukunft einen erheblichen Teil des deutschen Strombedarfs decken.

Gezeitenkraft

Gezeitenkraft wird in Deutschland seit über tausend Jahren genutzt. Im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energiequellen, die vom Wetter abhängen, ist die Gezeitenenergie so vorhersehbar wie die Gezeiten selbst. Eine Möglichkeit, Gezeitenenergie einzufangen, besteht darin, ein Sperrfeuer über eine Mündung zu bauen, Wasser dahinter zu speichern, wenn die Flut steigt, und das gespeicherte Wasser dann bei Ebbe durch Turbinen freizusetzen. Mehrere Standorte in Deutschland könnten für diese Art von Gezeitensystem geeignet sein. Eine andere Möglichkeit besteht darin, "Meeresströmungsturbinen" zu verwenden, die wie Unterwasserwindturbinen funktionieren und Gezeitenströme anstelle von Winden nutzen.

Geothermie

Die Geothermie kommt aus heißen Gesteinen tief unter der Erde. In einigen Teilen der Welt kommt Dampf an die Oberfläche und kann zum Betreiben von Dampfturbinen zur direkten Stromerzeugung verwendet werden. An anderen Stellen kann Wasser nach unten gepumpt und von den Steinen erwärmt werden, um Dampf zu erzeugen. Die Geothermie kann auch zur Warmwasserbereitung und Gebäudeheizung genutzt werden.

Biomasse

Entweder landwirtschaftliche Abfälle oder speziell gezüchtete Pflanzen können als Brennstoff für den Betrieb von Kleinkraftwerken verwendet werden. Wenn Pflanzen wachsen, absorbieren sie Kohlendioxid (das Hauptgas, das für den Klimawandel verantwortlich ist), das dann bei der Verbrennung der Pflanzen freigesetzt wird. Die Nutzung von Biomasse führt also nicht zu einer zusätzlichen Kohlendioxidbelastung der Atmosphäre. Speziell angebaute "Energiepflanzen" bieten nicht nur eine umweltfreundliche Stromquelle, sondern auch eine wichtige neue Chance für die Landwirte. Es gibt jedoch Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Beschaffung von Biomasse aus Ländern, in denen Wälder gerodet werden, um Platz für schnell wachsende Pflanzen zu schaffen, die dann als Biomasse genutzt werden.

Deponiegas

Während sich der Müll in den Deponien, in denen unser Hausmüll deponiert wird, zersetzt, gibt er Methangas ab. Dieses Gas kann aufgefangen und in einer Gasturbine zur Stromerzeugung verbrannt werden. Bei der Verbrennung des Gases wird zwar Kohlendioxid freigesetzt, aber daS Methan, das aus der Deponie freigesetzt wird, hat ein viel größeres Gewicht.